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 Akt. Informationen: Deutsches Obst, Gemüse und Getreide - Kaum mit Dioxinen und PCB belastet |
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(aid) - Obst, Gemüse und Getreide aus Deutschland sind kaum mit Dioxinen oder Polychlorierten Biphenylen, kurz PCB, verunreinigt. So lautet das erfreuliche Resultat eines Forschungsvorhabens, im Rahmen dessen zwischen August 2004 und Juli 2005 hundert Freilandproben auf die Umweltgifte geprüft wurden. Die Wissenschaftler untersuchten Gemüse wie Kartoffeln, bodennahe Früchte wie Blumenkohl und Erdbeeren, Blattgemüse sowie Bohnen, Äpfel und Getreide als bodenferne Arten. Rund 90 Prozent der getesteten Lebensmittel enthielten weniger als 0,01 Pikogramm der Schadstoffe pro Gramm Frischgewicht. Ein Pikogramm (pg) ist ein billionstel Gramm.
Zucchini waren in der Regel höher belastet. Denn dieses Kürbisgewächs nimmt die chlorierten Kohlenwasserstoffe in geringem Umfang aktiv über die Wurzeln auf, erklärt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).
Die Maximalwerte lagen aber weit unter dem in der Europäischen Union gültigen Auslösewert von 0,4 pg pro Gramm Erzeugnis für Dioxine und 0,2 pg für dioxinähnliche PCB. Wird dieser Auslösewert erreicht, sind Behörden und Unternehmen verpflichtet, die Quelle der Verunreinigungen ausfindig zu machen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Auch die Belastung mit nicht dioxinähnlichen PCB war vergleichsweise gering: Nur zwei Apfel- und eine Zucchiniprobe enthielten mehr als 100 pg pro Gramm Frischgewicht.
Zudem hat die Studie laut BVL gezeigt, dass städtische Siedlungsräume in der Regel nicht höher belastet sind als ländliche Gebiete.
Auch zwischen einzelnen Regionen in Deutschland ließen sich keine Unterschiede feststellen. Diese Ergebnisse seien jedoch nicht repräsentativ, da die Probenanzahl für diesen Aspekt zu gering sei und so genannte "Hot Spots" mit lokalen Belastungsschwerpunkten nicht berücksichtigt wurden.
Dioxine sind Verbindungen, die als Krebs erregend eingestuft werden. Sie entstehen als unerwünschte Nebenprodukte in der Industrie und bei Verbrennungsprozessen. Die hochgiftigen PCB wurden lange Zeit als Weichmacher in Lacken und Kunststoffen eingesetzt.
Sie sind schwer abbaubar und daher noch viele Jahre in der Umwelt nachweisbar. Auf Grund strenger Kontrollen sind die Belastungen jedoch stark rückläufig.
Den vollständigen Bericht zur "Nationalen Statuserhebung von Dioxinen und PCB in Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs 2004/2005" finden Sie unter: www.bvl.bund.de
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Geschrieben am Mittwoch, 15.Februar 2006 von Ivonne |
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