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  Ernährungsirrtümer: Kontrolle des Essverhaltens - Sind kleine Sünden okay? 
Ernährung(aid) - Klischees und Vorurteile gibt es viele. Aber was ist dran, am Klischee der unkontrollierten, zügel- und hemmungslosen Übergewichtigen? Nicht viel! Sie sind oft sehr streng zu sich selbst und versuchen sich stark zu kontrollieren, indem sie die natürlichen Signale von Hunger, Appetit und Sättigung "überhören" und so das Essen einschränken. Das funktioniert allerdings nur kurzfristig und bewirkt oft das Gegenteil.

In einigen Untersuchungen zeigte sich, dass solche disziplinierten und gezügelten Esser in einer Stresssituation mehr essen, als Menschen, die sich über den Kaloriengehalt der Nahrung nicht so viele Gedanken machen. Das nennt man Gegenregulation.

Wer sich nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip zum Beispiel vornimmt, nie wieder Schokolade zu essen, setzt sich einem sehr hohen Druck aus. Hält man diesem Druck nicht mehr Stand und nascht doch ein Stückchen Schokolade, führt das zu Frust, Enttäuschung und möglicherweise zu einer Fressattacke.

Wer sich allerdings vornimmt, pro Woche eine Tafel Schokolade weniger zu essen als bisher, lässt sich genügend Freiraum, setzt sich aber auch klare Grenzen. Das erleichtert das Durchhalten. Darum sollte Kindern Süßes nicht grundsätzlich verboten werden, da dies zum heimlichen Naschen reizt.

Eine strenge Kontrolle des Essverhaltens macht sich zum Beispiel durch häufig durchgeführte Diäten bemerkbar. Sie helfen nicht bei der langfristigen Kontrolle des Körpergewichts und die Entstehung einer Essstörung wie Magersucht oder Bulimie kann gefördert werden.

Anders ist dies bei der flexiblen Kontrolle des Essverhaltens. Die Maßnahmen sind weniger einschneidend und man geht in kleinen Schritten vor. Das hilft, das Gewicht langfristig zu halten. Wer abnehmen will, sollte darum nicht zu streng zu sich selbst sein. Eine kleine Kaloriensünde zwischendurch ist nicht nur lecker sondern hebt auch die Stimmung.
Geschrieben am Samstag, 29.Juli 2006 von Ivonne
 
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