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Inhaltsstoff Cumarin kann problematisch werden
(aid) - Zimt enthält gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe und sollte deswegen nur gelegentlich und sparsam verwendet werden. Diese Schlussfolgerung zieht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer aktuellen Stellungnahme. Zimt kann - je nach Herkunft - hohe Mengen an Cumarin enthalten. Cumarin, das auch in Waldmeister vorkommt, ist im Tierversuch krebserregend und kann bei manchen Menschen Leberschäden verursachen, was aus der Anwendung Cumarin-haltiger Arzneimittel bekannt ist. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) legte als Richtwert für die tolerable tägliche Aufnahme (TDI-Wert) eine Menge von 0,1 mg pro kg Körpergewicht fest. Dieser Wert wird laut Einschätzung des BfR zwar normalerweise eingehalten, kann aber bei einem hohen Konsum von Zimt in Form von Zimtgebäck oder als Gewürz z. B. bei Milchreis mit Zimt und Zucker schnell überschritten werden.
Lebensmittelüberwachungsbehörden hatten kürzlich hohe Cumarin-Gehalte in Zimtgebäck festgestellt. Ausgehend von den höchsten gemessenen Werte würden Kleinkinder bei einem Verzehr von drei und Erwachsene von 15 Zimtsternen die tolerable tägliche Aufnahme bereits erreichen.
In diesem Zusammenhang warnt das BfR auch vor der Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln auf der Basis von Zimt, die für Diabetiker zur Senkung des Blutzuckerspiegels angeboten werden. Hieraus kann sich - bei Einnahme entsprechend der Dosisempfehlung - eine zusätzliche tägliche Aufnahme von 18 mg Cumarin ergeben, so dass der TDI-Wert allein hierdurch bereits um das dreifache überschritten wird.
Da diese Kapseln auch größere Mengen an Zimtaldehyd enthalten, das teratogene Wirkungen haben kann, sollten Schwangere sie auf keinen Fall einnehmen.
Fazit: Zimt war früher sehr wertvoll und wurde deswegen nur gelegentlich und sparsam verwendet. Das wäre auch heute noch empfehlenswert.
Weitere Informationen: Die gesundheitliche Bewertung von Cumarin des Bundesinstituts für Risikobewertung finden Sie unter: www.bfr.bund.de
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Geschrieben am Freitag, 13.Oktober 2006 von Ivonne |
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